Endlich ist es soweit! Die erste Wanderung mit Übernachtung in diesem Jahr. Das Wetter perfekt, die Hunde wie die Menschen hoch motiviert. Besser gehts nicht.

Silvia war dabei, und damit sie sich nicht darüber beschweren konnte, dass wir ständig ins Handy gucken (natürlich nur zwecks Orientierung), übernahm sie auf dieser Wanderung die Reiseleitung. Es wurde also zur Orientierung die Wanderkarte gezückt. Start war Pappendorf und wir entschieden uns, Richtung Berbersdorf zu laufen. Der Weg ging wunderbar an dem Fluss Striegis entlang und es gab immer wieder Möglichkeiten für die Hunde, zu baden. Wir sahen sogar einen Fuchs, die Hunde zum Glück nicht.

Umzugspause Entenschnabel

Mittlerweile war es warm geworden und so legten wir am „Entenschnabel“ eine Umziehpause ein. Pullover aus, Hosenbeine ab. Silvia präsentierte uns stolz ihre Schlüpfer während sie durch die Gegend hüpfte und sagte: “ Diesmal könnt ihr nicht schreiben, dass ich meine Schlüpfer vergessen habe“. Sekunden später stellte sie fest, dass sie diesmal jedoch ihre kurze Hose vergessen hatte. Stattdessen hatte sie ein Top dabei, welches der Hose zum Verwechseln ähnlich sah. Kurzerhand wurde das Top zur Hose umfunktioniert.


„Dieses Top habe ich einmal jenseits der Anden gefunden, reine Baumwolle, das Oberteil ist besser als jedes Shirt.“, pries uns Silvia ihr Top an als sie durch die Armlöcher mit den Beinen stieg. Als es dann saß, wie eine Hose, stellte sie mit Entzücken fest, dass nun zwischen ihren Beinen das Kopfloch des Tops saß. „Das ist ja genial. Ich suche schon lange eine Hose, mit der ich im Klettergurt pinkeln kann.“

Weiter Richtung Böhringen

Nun ging es weiter Richtung Kalkbrüche, an wunderbaren Rapsfeldern vorbei.

Am Waldhaus Kalkbrüche liefen die Hühner frei auf dem Hof.

Leni ignorierte sie komplett und auch Drágám machte sich gut. Bis er eine Katze sah.

Also, fix weiter.

In Böhringen fanden wir den Aussichtsturm, den wir für unsere erste größere Rast auserkoren hatten.

Mittagspause

Es lohnte sich. Wir konnten zwar nicht auf den Turm, aber auf den eingezäunten Vorplatz. Nun war Zeit, ausgiebig in die Karte zu schauen und ein ungefähres Ziel für die Nacht zu wählen. Hinter Marbach am Beginn des Zellwalds gab es ein kleines Bächlein. Das ganze Areal schien auf der Karte recht einladend. Die Richtung war folglich gewählt.

Letzte Tagesetappe

Der Weg war traumhaft schön. Da darf ein Gruppenbild nicht fehlen. Blöd nur wenn der Wind das Wasser kräuselt, ausgerechnet wenn man ein Bild machen will. Da war Geduld gefordert.

Drágám war froh als er endlich wieder durch die Gegend fetzen konnte.

Das Tagesziel vor Augen wurden auch die Rucksäcke leichter, die alle um die 13 Kilo hatten.

Schlafplatz gefunden

Unser Plan ging auf. Wir fanden einen perfekten Schlafplatz mit Wasserzugang. Alica konnte es gar nicht abwarten, ihr neues Zelt aufzubauen. Leni überwachte die ganze Aktion.

Ehe man sich versah, war Leni auch schon im Zelt.

Wunderbar dezent pflegte sich das Zelt in die Natur ein. Schon besser als das pinke Wurfzelt, das Alica sonst bevorzugt auf Reisen mitnahm.

Wie so oft auf Wanderungen ernährten wir uns auch hier ausgewogen von Tütensuppen. Doch da diese zurzeit im Supermarkt Mangelware sind, da manche Menschen sich auf einen Weltuntergang vorbereiten, kaufte Alica das einzige was es noch gab – amerikanische Trockennudeln in den Geschmacksrichtungen „Louisana“ und „Bacon“. So dinierten wir ganz im Zeichen einer „Amerikanischen Nacht“.

Als wir unsere Trink- und Essgefäße auspackten, bestätigte sich Silvias tiefenpsychologisch analysierte Theorie unserer Persönlichkeitszüge –
Silvia (rechts), die kleinste im Bunde, ein „sächsisches Naturwunder“, die kleinste Körpergröße, aber die meiste Kraft und Ausdauer. Sie hatte bei weitem die größte Tasse.
Alica (Mitte), von Silvia eingestuft als „amerikanisch weiblich“, nutzt einen kleinen Kaffeebecher, der wie eine Outdoor-Variante einer kleinen Starbucks-Tasse anmutet.
Josi (links), betitelt als „kanadisch praktisch“, und charakterlich zwischen den Extremen von Silvia und Alica, nutzt eine mittelgroße leichte Emailletasse.


Nach dem ersten Gang „Louisana“ und dem zweiten Gang „Bacon“ folgte ein dritter Gang – wir wechselten nach China und köchelten eine Enten-Nudel-Suppe gemixt mit Shrimps. Da stieg Alica aus. Silvia und Josi aßen auch diesen Gaumenschmaus.

Während Leni dann das Zelt besetzte

Kuschelte Drágám mit Silvia

und kämpfte mit Fliegen

Silvia hatte zwar ein eigenes Zelt mit, aber keine Lust, dieses aufzubauen. Also entschieden wir, zu testen, ob man auch zu dritt mit zwei Hunden in einem Zweieinhalb-Personen-Zelt schlafen kann.

Es ging, aber definitiv nur für eine Nacht.

Der nächste Morgen

Nach einem kurzen Frühstück mit Haferflocken und Pulverkaffee ging es weiter in den Zellwald.

Abseits der Hauptwege war es wirklich schön, aber wir stellten fest, dass wir auch mal wieder im Gebirge oder an der Küste wandern wollen, da die Natur hier doch immer ähnlich ist.

Kurze Pause

Aus dem Wald ging es ins Aschbachtal. Immer wieder gab es wunderschöne freie Flächen, also erstmal ein bisschen in der Sonne sitzen und Trockenobst essen.

Die Hunde konnten sich im Wasser erfrischen.

Die letzte Etappe

Ein letztes Mal hieß es Rucksäcke auf und an Goßberg vorbei zurück nach Pappendorf.

Unfassbar das Gefühl, wenn man die Rucksäcke absetzt, da schwebt man fasst.

Fazit

Wir hatten geplant, etwa 50 km zu laufen, es wurden etwa 35 km. Es ist schon erstaunlich, was das Gewicht der Rucksäcke ausmacht. Da müssen wir wohl noch ein wenig trainieren.

 

 

2 thoughts to “Bei den Striegelstaler Wurzelzwergen

  • Phyllis Harvey

    Hi Josie!
    Such good fun! Love your photos. Many more trips I hope.

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    • Quer

      Hey Phyllis!! Nice to hear from you! Yes many more trips here and also in Canada i hope 🙂

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