Der Morgen

Obwohl wir die ganze Nacht hindurch weiterhin Unwetterwarnungen bekommen hatten, schliefen wir wunderbar. Den Morgen gingen wir entspannt an.

Während wir uns Zähne putzten und frühstückten, nutzte Leni die Zeit für für ein ausgiebiges Spiel mit dem Stöckchen.

Josi hatte sich bei unserer langen Wanderung durch den Nationalpark eine Stelle am Fuss wundgescheuert. Alica war vorbereitet. Sie hat immer ein Notfalltäschchen dabei. Inhalt: Desinfektionsspray, selbstklebender Verband, Pflaster, Mückenspray, Creme gegen Juckreiz und Wundsalbe… Josi war völlig überfordert mit der Auswahl.

Nachdem Alica mit einiger Mühe Josi überzeugt hatte, die Wunde zu desinfizieren, konnten wir die Abreise vorbereiten. Wir versuchten unsere Sachen zusammenzupacken, was aufgrund des Windes gar nicht so einfach war.

Plötzlich im Militärgebiet

Da die Gegend um Drawsko Pomorskie sehr Seen- und Naturreich aussah, nahmen wir das als grobe Richtung. Wir hätten den Wikipedia Artikel vielleicht mal etwas früher lesen sollen, denn plötzlich lasen wir nur noch Schilder, die uns schienen klarmachen zu wollen, dass wir von militärischem Sperrgebiet umgeben sind. Im Nachhinein stellte sich raus das wir an Europas größten Truppenübungsplatz, der sowohl von polnischen Truppen als auch der Nato genutzt wurde, vorbeifuhren. Wohl kein guter Platz zum Schlafen. Also erstmal am Straßenrand anhalten und etwas was kochen, ganz nach dem Motto mit vollem Magen denkt sich besser. Die Blicke der vorbeifahrenden Militärfahrzeuge und den am Wegesrand platzierten Soldaten ignorierten wir tapfer. Fotos zu machen trauten wir uns jedoch nicht.

Schlafplatz in Sicht

Die Pause hatten wir auch genutzt um bei park4night einen möglichen Schlafplatz ohne vorbeirollende Panzer zu finden. Garnicht soweit entfernt entdeckten wir einen See außerhalb des Sperrgebiets. Als wir die letzten Meter zu dem von uns auserkorenen Ort fuhren, bewies Josis Auto wieder einmal, dass es im früheren Leben ein Jeep war. Alica befürchtete ein Schädelhirntrauma zu bekommen. Der Feldweg hatte es in sich, doch wir wurden belohnt.

Wir waren an dem wunderbaren Jezioro Czaple Duze. Dort war alles, was wir uns nur wünschen konnten. Wir konnten das Zelt neben das Auto stellen, hatten einen direkten Wasserzugang und sogar einen Tisch mit Überdachung. Also erstmal Kanu raus und ab auf den See.

Auf dem See

Josi entschied sich ihren Copter vom Kanu aus fliegen zu lassen. Eine gute Gelegenheit für Alica, ihre Paddelkünste zu verfeinern, da sie nun die alleinige Fahrerin war. Da es absolut windstill war machte sie Fortschritte und fuhr relativ zielsicher geradeaus und nicht in Kreisen. Wir wurden mit tollen Aufnahmen belohnt.

Nachdem der Copter wieder sicher in Josi Händen gelandet war, fuhren wir noch ein Weilchen den See entlang um die Landschaft zu erkunden. Es war unfassbar schön und friedlich.

 

Der Abend

Als wir die Dämmerung herannahen sahen, beschleunigten wir das Tempo und schafften es noch knapp vor Einbruch der Dunkelheit unseren Schlafplatz zu erreichen. Nach einer kleinen Nacht-Kochaktion fielen wir todmüde ins Zelt.

 

 

 

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