Die Nacht

Um 1 Uhr nachts wurde Josi von Alica aus dem Bett geschmissen. Sie hatte gesagt, dass wir hier an dem perfekten Ort für Nachtaufnahmen mit beleuchtetem Zelt seien und wurde beim Wort genommen. Nach einiger Abwägung, ob es sich jetzt wirklich lohnt aus dem Zelt zu kriechen, zog Josi los. Alica war zunächst der Meinung, währenddessen weiterschlafen zu können. Doch ihr wurde schnell klar, dass auch sie wach bleiben musste, da sie für die perfekte Zeltbeleuchtung zuständig war. Viele Bilder wurden aufgenommen, dabei verging die Müdigkeit schnell. Denn die Fotos waren wunderschön 🙂

Der Morgen

Nun stand die Entscheidung an, wie unsere Reise weitergeht. Drágám war von der langen Wanderung noch müde und nutzte jede Gelegenheit zu schlafen.

Wenn man überlegt, dass die meisten Hunde im Alltag oft bis zu 20 Stunden rumliegen, sind solche Aktivurlaube schon heftig. Aus dem Grund wollten wir diesen Tag eher ruhig gestalten. Da wir sowieso nur begrenzt Zeit hatten, fuhren wir nicht weiter ins Landesinnere, sondern begaben uns langsam auf den Rückweg, grobe Richtung: Biały Bór.

Einen Schlafplatz finden

Da Josi alleinige Fahrerin war, weil Alica Angst davor hatte Automatik zu fahren, wollten wir nicht mehr als 2-3 Stunden mit Autofahren verbringen. Unsere potentiellen Schlafplätze suchten wir auf zwei Wegen: einmal guckten wir uns auf den Karten die Landschaft an und dann schauten wir auch in die app park4night. In Orawka fanden wir einen Ort, der uns für sinnvoll erschien, einmal auszusteigen und eine Runde zu drehen um einen Platz für die Nacht zu finden.

Eine Runde voller Abenteuer 

Wir entschieden uns für eine Runde um den See.

Uns war es wichtig in Wassernähe zu schlafen. Erstens konnte man so Wasservorräte sparen, zweites gibt es nichts besseres als nach einer Nacht zu viert in einem Zweimannzelt in den See zu springen.  Nach einer kurzen Wanderung hatten wir einen perfekten Schlafplatz gefunden, und das Beste: wir konnten mit dem Auto ranfahren. Schnell liefen wir also wieder zum Auto. Auf dem Weg dorthin befanden wir uns plötzlich in einem Rudel von 12 wild bellenden Hütehunden. Bevor etwas schlimmeres passieren konnte, kam die Besitzerin und rief ihre Hunde zur Ordnung. Zum Glück war nichts passiert, doch unser Adrinalinpegel war relativ weit oben. Dann bekam Josi plötzlich eine sms:

Wir waren irritiert und beschleunigten unseren Schritt, doch dann ging es auch schon los.

Da es jedoch warm war, und wir nicht aus Zucker sind, überlebten wir auch diesen Wolkeneinbruch.

Der Abend

Schnell ging es zum Auto, mit dem wir an den für die Nacht auserkorenen Platz fuhren. Wir bekamen einige weitere SMS derselben Nachricht. „Hagel.. heftige Stürme… nicht unter Bäumen unterstellen..“ – war das eine gute Nacht, um an einem See zu zelten – unter Bäumen? War dies eine gute Nacht, um das Auto unter Bäumen geparkt zu haben??

Wir entschieden, uns jetzt keinen Kopf zu machen und spielten eine Runde Kniffel.

 

Obwohl wir mittlerweile stündlich eine Unwetterwarnung von der Regierung bekamen, bauten wir das Zelt auf, da es uns komfortabler als das volle Auto erschien.  Wir konnten uns ja jederzeit ins Auto retten.

Wir hatten Glück und die Nacht verlief ruhig.

 

 

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