Wir wachten nach einer ziemlich unruhigen Nacht gegen 8 Uhr auf, weil wir Stimmen hörten. Es stellte sich heraus, dass Kanufahrer auf dem See unterwegs waren. Zum Glück schien es ihnen völlig egal zu sein, dass wir da zelten. Sicherheitshalber bauten wir trotzdem schnell ab, während Drágám wahlweise mit Stock und Schleppleine kämpfte.

Nachdem wir uns im See erfrischt und alles gepackt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Auto.

Der Weg ist das Ziel

Unser Tagesziel war Charzykowy. Dort wollten wir die Tickets für den Nationalpark kaufen und dann einen Schlafplatz suchen. Nachdem wir eine Weile gefahren waren, entschieden wir jedoch, dass es Zeit war, sich die Beine zu vertreten. Spontan machten wir einen Stop in Ledycczek, wo wir bei diesem recht verlassenen Hotel/Bar parkten.

Da wir nur eine kurze Runde gehen wollten, liefen wir einfach drauf los und fanden diesen, nicht immer ausgebauten, aber doch recht schönen Weg. Schön war, dass die Hunde frei laufen konnten, da es super einsam war.

Charzykowy

Weiter ging es nach Charzykowy. Schon als wir in die Stadt reinfuhren war klar, dass wir dort nicht glücklich werden würden. Zu viele Menschen, zuviele Autos. Trotzdem liefen wir Richtung Hafen um uns einen Eindruck zu verschaffen.

Der Ausblick war trotz des Trubels schön und Josi schaffte es, sich ein wenig von der Fahrt zu erholen, während Drágám „Don Quijote“ spielte und alles anknurrte was sich auf 50 Meter näherte.

Der darauffolgende Versuch, ein Ticket für den Nationalpark zu bekommen, scheiterte an den recht spärlich gesäten Öffnungszeiten.

Auf der Suche nach dem Schlafplatz

Da wir einen Schlafplatz jenseits des Nationalparks finden mussten, fuhren wir Richtung Kopernika. Wir waren immer noch unsicher, wie das mit dem Wildcampen in Polen so gehandhabt wird. Deshalb wanderten wir erneut inkognito ohne Zelt und Gepäck los, um die Umgebung zu erkunden. Das war unsere Runde. Der Weg war wunderschön und wir hatten auch schnell den perfekten Schlafplatz gefunden.

Blöderweise stand nebenan ein Segelboot, dessen Bewohner aussahen, als würden sie über Nacht bleiben wollen. Nach einigen Diskussionen entschieden wir, dass die Segelbootbewohner sicher genauso wild campen wie wir. Folglich holten wir unsere Sachen und wurden mit diesem wunderbaren Ausblick belohnt.

 

Die Nacht

Zu unserer Überraschung schliefen wir in dieser Nacht sehr gut. Zwar hörten wir die ganze Zeit redende Menschen, aber da wir wussten, dass in der Nähe Menschen campten, konnten wir und auch die Hunde die Geräusche zuordnen. Oder uns zumindest einreden, zu wissen, woher sie kamen, was uns ruhig schlafen ließ.

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