Die Abreise

Auto gepackt – dabei blieb sogar noch Raum für eventuelle Übernachtungen im Auto. Erstaunlich wie doch genügend Platz in einem normalen Kombi ist für 2 Menschen, 2 Hunde, ein Aufblaskanu inklusive Luftpumpe, Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, Essen, und allem möglichen Kleinkram.


Da wir beide gern stressfrei starten, ging es enstpannt um 11Uhr morgens los mit unserer Fahrt gen Osten.

Der ursprüngliche Plan war, dass Leni auf ihrem gewohnten Schlafplatz auf der Rückbank verweilt, während Drágám in Alicas Fußraum unterkommt. Es stellte sich jedoch schnell herraus, dass es aus Platzgründen umgekehrt besser funktioniert.

Da Reisevorbereitung nicht gerade zu unseren Stärken gehört, entschieden wir uns, einfach zu fahren bis wir oder die Hunde keine Lust mehr haben. Die grobe Richtung: der Bory Tucholsky Nationalpark. Dieser wurde uns von einer Freundin als „Kleine Masuren“ empfohlen. Ursprünglich wollten wir bis zu den „großen“ Masuren ganz im Osten Polens. Aus zwei Gründen entschieden wir uns jedoch dagegen: erstens erschienen uns 1600km Auto fahren in nur 8 Tagen etwas extrem, zweitens hatten wir Sorgen, dass die Masuren im Juli zu überlaufen sind. Wir suchen Einsamkeit und Natur!

Die Schlafplatzsuche 

Im Vorfeld hatten wir uns erkundigt, wie es mit dem Wildcampen in Polen aussieht. Uns wurde gesagt, dass es zwar nicht erlaubt ist, aber außerhalb der Nationalparks geduldet wird. Wir entschieden uns also, ein einsames Plätzchen auf halber Strecke zum Nationalpark zu suchen.

In einem kleinen Ort auf polnischer Seite namens Lubociesz stellten wir den Wagen ab und begaben uns ohne Gepäck zu Fuß auf die Suche nach einem Schlafplatz.

Hier unsere Wanderung die sich aus dieser Suche ergab. Als wir schlussendlich einen wunderschönen Platz am Wasser zum Schlafen gefunden hatten, wurde uns klar, dass es cleverer gewesen wäre, Zelt, Schlafsack etc. gleich mitzunehmen. So hieß es dann zurücklaufen, Sachen holen und dann wieder zurück zum Schlafplatz. Der extra Weg lohnte sich jedoch, da der von uns erkorene Schlafplatz traumhaft schön war. Wir hatten sogar einen Bootssteg.

Der Abend

Da wir ziemlich hungrig waren, kam der neue Campingkocher von Alica zu Einsatz. Etwas panisch wie sie mit Gas ist, wurde zunächst die Bedienungsanleitung eifrig studiert.

Da das Seewasser sauber aussah und sowieso noch gekocht wurde, entschieden wir uns vom See zu bedienen.

Es gab Nudeln mit Tomatensoße und Zucchini. Für die nötige Würze hatten wir ein kleines Gläschen Kräutersalz mitgenommen, das uns noch gute Dienste erwies.

Nachdem das Essen verputzt war, kämpfte Alica mit Leni darum, wem das Zelt gehört, während Josi unter vollem Einsatz Fotos machte.

Die Nacht

Wir hatten alle eine Weile nicht mehr zusammen gezeltet. Dràgàm lag derart an der Zeltwand, dass es zu seiner Seite hin stark ausbeulte und Josi auf der anderen Seite die Zeltwand ins Gesicht drückte. Außerdem fingen bei jedem kleinsten Knistern wahlweise Drágám oder Leni an zu knurren, woraufhin wir angestrengt lauschten, ob sich nun ein Tier oder ein Mensch in der Nähe befand. Die erste Nacht verbrachten wir bestenfalls im Halbschlaf.

 

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