Leni wurde am 4.7.2013 in Berlin geboren. Ihre Mutter war wohl ein Welsh Corgi, und ihr Vater ein Mix aus allem möglichen. Ich habe ihre Eltern nie gesehen, denn ich kam zu Leni auf die romantischste Art der Welt – über ebay Kleinanzeigen. Da schrieb eine Familie aus Berlin, dass sie den 10 Wochen alten Welpen abgeben wollen, obwohl sie ihn gerade erst zu sich geholt hatten.

Auf den ersten Blick gefiel mir „der Welpe“ auf den Bildern, und so wollte ich sie einmal heimsuchen. Ich fuhr mit dem Fahrstuhl in den 11. Stock eines Berliner Hochhauses. Als ich aus dem Fahrstuhl heraustrat, kam mir ein super-aufgeweckter Welpe entgegengerannt, und blieb fortan an meinem großen Zeh hängen. Ich redete einige Zeit mit der damaligen Besitzerin. Sie erklärte mir, dass sie den Welpen seit einer Woche bei sich zuhause hatten, ihn aber nicht behalten könnten, da die Wohnungskatze nur noch auf dem Schrank sitzt. Immernoch wurden meine Fußzehen durchgekaut. „Püppi, jetzt ist aber gut“, rief die Frau. Püppi? Ja, so hieß sie damals.

Sie war so ein aufgeweckter, fröhlicher und niedlicher Hund, dass ich sofort wusste, dass ich sie nehme. 2 Tage später holte ich sie ab. Ungefähr zwei Wochen lang rief ich sie „Hundi“, weil mir einfach kein passender Name einfallen wollte, und Püppi…nunja. Irgendwann einigten sich die Gemüter auf Leni.

Zu Beginn wich mir Leni nicht von der Seite, sie klebte förmlich an meinem Bein. Sie lernte Potsdam kennen, das Haus, in dem ich damals wohnte, und auch einen immernoch sehr guten Freund – Gustav, der braune Labrador unserer Straßennachbarn.

Auch mit meiner Schildkröte freundete sie sich an. Nachdem sie gelernt hatte, dass man auf Schildkröten weder herumkratzt noch herumkaut, setzte Leni sich immer daneben und hat aufgepasst, dass vor allem kein Kind der Schildkröte zu Nahe kommt.

Heute ist Leni immernoch so fröhlich wie früher, sie ist ein sehr unkomplizierter Hund, den ich überall mit hinnehmen kann. Nach anfänglicher Wasserscheu liebt sie es mittlerweile, in jedes (JEDES) Wasser zu springen, je schlammiger desto besser, bevorzugt noch mit Wasserlinsen obendrauf.

Ich wollte einen Hund der „transportabel“, freundlich, aufgeschlossen und unkompliziert ist, und bin superfroh, Leni gefunden zu haben!