Schon länger dachten wir darüber nach, einmal im Elbsandsteingebirge wandern zu gehen. Also wurde ein Wochentag vormittags und eine abgelegene Wanderroute gewählt, um möglichst fernab von anderen Menschen unterwegs zu sein. Die Bastei wollten wir dennoch am Ende mit in die Wanderung integrieren, da gerade ein Freund von Josi aus den USA zu Besuch war und wir ihm das nicht vorenthalten wollten.

Es ging los, auf einer von der Wanderapp präsentierten Route. Vorbei an einer schönen Aussicht erreichten wir Felsen, die direkt auf Klettertauglichkeit getestet wurden. Der aufziehende Nebel lies die Landschaft extra malerisch erscheinen.

Bald stellten wir mit Blick auf die App fest, dass wir vom vorgegebenen Pfad abgekommen waren. Nicht schlimm dachten wir, das passiert uns ja ständig. Hier im Elbsandsteingebirge sind ja quasi alles Wanderwege, insofern folgen wir einfach einem schwarzen Pfeil. Besagter Pfeil führte uns zu steilen Felswegen über die man als Mensch mit einigem Geschick hinüberkommt, als Hund mit gutem Zureden und Hochheben ist es auch machbar. Da wir entlang der ausgeschilderten Route unterwegs waren, machten wir uns keinen großen Kopf, das wird schon wieder „begehbarer“, es ist ja ein Wanderweg.

Nachdem wir Stock und Stein erklommen und den ein oder anderen unüberwindbaren Felsen besiegt hatten, standen wir vor einer Herausforderung, die wir so mit den Hunden noch nie vor uns hatten: eine große, lange Leiter. Zwar wussten wir, dass Leitern im Elbsandsteingebirge existieren, aber damit hatten wir auf unserem Wanderweg beim besten Willen nicht gerechnet. Leni konnte man unter den Arm klemmen und hinunter tragen. Aber Dràgàm…? Wir meditierten über unsere Optionen.. zurückgehen, noch einmal über die ganzen Felsen? Nicht wirklich. Die Leiter hinunter klettern und Dragam macht den Sprung seines Lebens? Auch keine Lösung.


Hier erwies es sich als großes Glück, dass zu dieser Wanderung Lonnie dabei war. Er sah die Leiter nicht so tragisch, man könne Dragam doch einfach abseilen. Das hat er schon mit Schlittenhunden in Gletscherspalten gemacht und das ist doch halb so wild. Alica war sich noch nicht sicher ob sie dies eine gute Idee fand. Aber eine Wahl hatte sie kaum. Gesagt getan, bekam Dragam sämtliche Hundegeschirre und Leinen umgespannt. Lonnie lies Dragam herab, Josi stand auf der Leiter unter ihm und vergnügte sich mit seinen scharfen Krallen im Gesicht, während Alica das ganze über der Felskannte beäugte.

Nachdem alle heil auf der anderen Seite der Leiter ankamen, wurde die Wanderung in der Tat einfacher. Nun entdeckten wir auch ein Schild, was uns wohl sagen würde, auf welchem Wanderweg wir uns die ganze Zeit befanden. Das Zeichen, dem wir die ganze Zeit folgten, war ein schwarzer Pfeil.


Okay, das erklärt die Felsen und die Leiter. Logisch dass wir aus all den möglichen Pfaden genau auf dem landen, der KEIN WANDERWEG ist. Aber sonst wäre es ja langweilig. Unseren weiteren Weg erschlossen wir uns per Karte, und von nun an wurde er geradezu idyllisch. Nach einer schönen Aussicht auf ein Dorf wanderten wir über ein großes Feld auf dem die Hunde rennen konnten.

Bevor es hinauf zur Bastei ging, durchquerten wir noch einen fast dschungelhaft anmutenden Wald.

Und dann erreichten wir die Bastei. Immerwieder beeindruckend, diese Brücke und die Felsen.

Eine schöne Wanderung war es, nun bekommt Dràgàm ein Abseilgeschirr.

 

 

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