Seinen genauen Geburtstag kennt niemand. Er wurde, zusammen mit seinen sieben Geschwistern in einer Kiste vor dem Tür des Tierheims in Szeksárdt/ Ungarn ausgesetzt.

Danach sind die „Besitzer“ schnell weggefahren und die Tierheimhelfer hatten, als sie kurz darauf kamen, Mühe die Welpen einzufangen. Am 27.September 2012 wurde er von mir adoptiert. Der Anfang war schwer für ihn, da er vor allem Angst hatte. Es stellte sich heraus, dass er noch nie in seinem Leben in einem Haus gewesen war. Von sich aus war er jedoch sofort stubenrein. Das bedeutete allerdings zu Beginn aufstehen sobald es hell wurde. Da freut man sich als Nachtmensch!!

Drágám hatte das große Glück, dass sich ein guter Freund und Schauspielkollege von mir eine 1,5 jährige Hündin aus dem selben Tierheim zulegte. So hatte er eine gute Freundin, Repa.

Die zwei waren allerdings auch gut darin, Unfug zu treiben und so sah die Wohnung bald aus als wäre eine Horde Elefanten durchgerannt.

Nach etwa 8 Monaten kam der Umzug von Ungarn nach Chemnitz. Da es am Theater in Chemnitz einen Hund gab, lebte er sich schnell ein.

Auch Gastschauspieler brachten immer mal wieder Hunde mit. So hatte er auch mit Pünktchen, einer älteren Hundedame ein gute Freundin.

Es stellte sich allerdings heraus, dass der Ursprungsplan ihn immer mit ins Theater zu nehmen, nichts für ihn wahr.

Er konnte Spiel nicht von Realität unterscheiden, haute oft ab (man konnte ihn leicht finden, da man nur die nächste Mülltonne suchen musste) und stellte spontane Besucher. Ich musste meine Wünsche aufgeben, einen Hund zu haben, den ich überall hin mitnehmen kann und lernen, auf seine Bedürfnisse zu hören.

Mit Hilfe von Trainern und einer tollen Tierärztin fand ich einen Weg, Drágám das zu geben, was er braucht. Seit einem Jahr macht er Mantrailing und es ist wunderschön zu sehen, wie er dabei aufblüht. Fremde Menschen und selbst Kinder sind plötzlich kein Problem mehr.

Wir sind gespannt welche Abenteuer das Leben noch für Drágám bereit hält.