Nachdem wir unseren Terminplan gecheckt hatten, stellten wir fest, dass es nur einen einzigen Zeitraum für unsere Drei-Tageswanderung gab. Es waren Temperaturen um die 35 Grad angekündigt. Trotzdem entschieden wir uns, loszuziehen und so weit zu laufen, wie es uns und den Hunden Spaß macht. Der Grundplan war die Tour 14 Achttausender im Osterzgebirge.

Nachdem wir die Karte studiert hatten war klar, dass es gute Möglichkeiten gibt, abzukürzen, denn 76km in drei Tagen schien uns bei der Hitze utopisch. Wie es bei uns so ist, konnten wir erst um 12Uhr starten, da jeder von uns noch Dinge erledigen musste.

Das Gepäck wurde vorher aus Neugierde gewogen. Alica hatte 11 Kg, Silvia 12,4Kg und Josi 14,3Kg, wohlgemerkt Rucksack nicht Köpergewicht . Josi und Silvia hatten ein Zelt dabei. Alica durfte ihr Wurfzelt nicht mitnehmen, da es den Anderen zu pink und damit zu auffällig war.

Zur Erinnerung:

Der erste Abschnitt der Tour

Nachdem wir Altenburg passiert hatten, ging es erstmal auf den Geisingberg.

Die Temperaturen waren besser als erwartet und die Aussicht fantastisch. Drágám traute sich sogar die Wendeltreppen auf den Turm hoch.

Vor einer steilen Holztreppe scheute er dann aber doch, was vielleicht gut war – denn rauf geht ja noch… aber runter?!

Einzeln genossen wir die fantastische Aussicht übers Osterzgebirge.

Erster Gipfel von den geplanten 14 war geschafft! Nun ging es wieder bergab. Wir fanden ein nettes Zwergenhaus in dem man frisches Wasser holen konnte. Silvia nutzte die Gelegenheit sofort.

Leni und Drágám waren nicht so begeistert: Zu klein, zu eng, zu wenig!! Um so glücklicher waren sie als wir durch einen kleinen Umweg einen Teich fanden.

Also erstmal Badepause!!

Erfrischt ging es weiter. In Geisig war nun Zeit für eine Eispause. Die Hunde waren nicht so begeistert, denn es gab kein Hundeeis. Drágám lief vor lauter Hoffnung die Sabber aus dem Maul.

Weiter ging es Richtung Schauhübel. Um schöne Gruppenfotos zu machen, lief Josi mit einem kleinen Gorillastativ auf.

Das erste Gruppenfoto konnte in Angriff genommen werden.

Nachdem wir das Ergebnis begutachtet hatten, stellten wir fest, dass sich die Bilder auch als Malboro Werbung eignen würden. Von nun an bekam Silvia auf Gruppenfotos Rauchverbot.

Auf dem Weg zur tschechischen Grenze

Beim Navigieren hatten wir uns entschieden, auf Silvias Karten zu verzichten und das Handy zu nutzen. Schön war der Moment als Josi aufs Handy guckte und sagt: „Irgendwo müssen hier Gleise sein.“ Vor lauter Handy sah sie nicht, dass die Gleise 30 Meter hinter ihr waren. Silvia kriegte sich nicht mehr ein und auch Josi musste über sich schmunzeln.

Schnell waren wir uns einig, dass wir die Route hier etwas abkürzen wollen. Den Abstecher über Fürstenau würden wir uns sparen. Also weiter an der Kohlhauskuppe vorbei Richtung tschechischer Grenze.

Auf dem Weg fanden Leni und Drágám einen Bachlauf, den sie zu nutzen wussten.

Gut getarnt ging es zum Grenzstein.

Silvia durfte nur als Schatten aufs Bild.

Die Suche nach einem Schlafplatz

Es war schon 18Uhr und so suchten wir die Karte nach möglichen Schlafgelegenheiten ab. Für uns ist es immer wichtig, dass wir einen Platz am Wasser finden damit wir uns waschen können und Wasser zum Kochen haben. Wir fanden einen See in erreichbarer Entfernung. Auf dem Weg würden wir am Georgenfelder Hochmoor vorbeikommen. Anlass genug für Gespräche darüber, wie gefährlich das Moor ist und wie man sich verhalten muss wenn man droht, darin unterzugehen. Umso größer war die Enttäuschung als wir feststellten, dass es schon geschlossen war.

Von nun an hieß es abkürzen wo geht, denn die Stunden bis die Sonne unterging waren gezählt. Wir waren ja noch nichtmal sicher, ob der von uns per Handy gewählte Schlafplatz überhaupt geeignet war.

Der Schlafplatz

Im schönsten Abendlicht erreichten wir unseren Schlafplatz. Der See war perfekt! Natürlich holte Josi sofort die Solarstation raus, um die letzten Sonnenstrahlen einzufangen.

Wir mussten leider feststellen, das das wunderschöne Abendlicht nichtmal einen Prozent unserer Handy Akkus auffüllte. Dann gingen wir erstmal alle Baden. Das Wasser war traumhaft schön und ziemlich warm. Herrlich, nachdem wir stundenlang geschwitzt hatten.

Nun wurden die Zelte von Silvia und Josi aufgebaut. Alica hatte ihre Universalausrede: Ich muss nach Drágám gucken. Beim Auspacken der Rucksäcke hörte man plötzlich von Silvia: „Ich habe meine Schlüpfer vergessen.“ Es stellte sich raus, dass sie schon den ganzen Tag keinen angehabt hatte. „Ich hab mich heute früh einfach schnell angezogen, Hose drüber und ach das ging alles so zackzack da vergisst man das doch mal.“
Wir waren nicht wirklich irritiert, da sie sowieso die halbe Zeit nackt herumläuft.

 

Abendessen

Nun standen die Zelte und es konnte gekocht werden. Es gab eine ausgewogene Mischung aus Tütenessen. Normalerweise gibt es sowas nicht auf unserem Speiseplan, aber beim Wandern schmeckt es großartig!!

Gesprächsthema war nun Alicas Campingoutfit. Sie hatte frei nach dem Motto „hauptsache leicht“ gepackt. Die Mädels waren jedoch der Meinung, dass es für den tschechischen Straßenstrich angebrachter wäre, als fürs Campen. (Anmerkung Alica: „ES IST EINE HOSE KEIN ROCK.“)

Man einigte sich darauf, dass das Outfit sicher praktisch wäre, für den Fall dass wir beim Campen erwischt würden. Gegen 22Uhr fielen wir todmüde ins Zelt.

 

 

 

 

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